Meet Domenic

Was eine Designagentur mit Freizeitparks zu tun hat, wie ein Österreicher nach Düsseldorf kommt und warum es das Wichtigste ist Entscheidungen zu treffen

An diese unbeschreibliche Mischung aus Gänsehaut, einem flauen Gefühl im Bauch und Angst erinnere ich mich noch ganz genau. Ich war 6 Jahre alt, als mich meine Eltern zum jährlichen Familientreffen mit in den Freizeitpark genommen haben und ich das erste Mal mit einer Achterbahn gefahren bin. Auch wenn ich in dem Moment kaum die Dimensionen erfassen konnte, war dieser erste Freizeitparkbesuch der Beginn einer bis heute andauernden Leidenschaft, die viel über mich und mein Unternehmen aussagt.

Es folgten hunderte Freizeitparkbesuche und unzählige Achterbahnfahrten. Und mit jedem weiteren Mal wurde der Wunsch in mir größer, auch so etwas zu erschaffen. Etwas, das Menschen begeistert und zusammenbringt wie Freizeitparks mit ihrer Magie, den inszenierten Themenwelten und atemberaubenden Fahrgeschäften.

Erste Webseite Mit 12

Ähnlich früh und intensiv wie Freizeitparks faszinierte mich die digitale Welt der Einsen und Nullen. Während meiner Schulzeit habe ich jede freie Minute genutzt, um mich am Computer auszutoben. Mit 12 programmierte ich meine erste Webseite und wusste, dass das mein Weg sein würde, Welten zu erschaffen.

Glücklicherweise erkannten meine Eltern mein Talent und gaben mir den Freiraum mich am Computer auszutoben, anstatt mich an die frische Luft zu schicken. Was in dem kleinen idyllischen Dorf in Österreich, in dem ich aufgewachsen bin, wohl eher üblich gewesen wäre. So konnte ich bereits als Teenager das größte deutsche Fanportal meiner amerikanischen Lieblingsserie erschaffen. Gestartet als Fanpage aus einem persönlichen Interesse heraus, wurde daraus sehr schnell eine Community mit über 100.000 Nutzern. Das hat mir gezeigt, was ich mit meinem Anspruch, Willen und Talent erreichen kann und wofür ich sie nutzen möchte. Die Vision einer eigenen Werbeagentur hat sich von diesem Moment an in mein Hirn gebrannt.

Träume verwirklichen und Großes erschaffen

Wie ein Besessener eignete ich mir so viel Wissen wie möglich zu den Themen Design und Webentwicklung an. Ich wollte Großes erschaffen, stieß allerdings schnell an die dörflichen Grenzen. Aber auch an diesem Punkt waren meine Eltern eine echte Unterstützung. Anstatt in unserem Dorf ließen sie mich mit 14 in ein Internat nach Innsbruck ziehen, damit ich dort eine Schule für Grafik- und Kommunikationsdesign besuchen konnte. Diese Schule war für mich die einzig logische Konsequenz auf meinem Weg zur eigenen Agentur. Bereits nach dem zweiten von fünf Schuljahren meldeten mich meine Professoren zu einem landesweiten Grafik- und Designwettbewerb an, in dem ich mit 16 als jüngster Teilnehmer mein Können unter Beweis stellen sollte.

jüngster Staatsmeister österreichs

Naiv und geschmeichelt stimmte ich zu und erlebte unvorstellbare Tage zwischen krassen Höhenflügen und tiefsten Zweifeln. Hätte ich vorher gewusst, was mich erwartet, wäre ich wohl nie hingefahren. In dem Wettbewerb sah ich mich als jüngster Teilnehmer gestandenen Experten mit langjähriger Erfahrung gegenüber. Unter enormen Zeitdruck gab es an drei Tagen Designaufgaben zu meistern, für die man normalerweise Wochen braucht und vor allem Hilfsmittel wie das Internet zur Verfügung hat. Aber da ich schon mal dort war und nicht mehr als verlieren konnte, arbeitete ich mich irgendwie durch die Aufgaben und wurde der jüngste österreichische Staatsmeister.

Nach diesem irrsinnigen Erfolg durfte ich meinen Beruf und mein Land in London während der Berufsweltmeisterschaft vertreten. Durch die Wettbewerbe lernte ich auf mein Wissen und Können zu vertrauen, dass Alter nicht relevant ist und man manchmal zu seinem Glück gezwungen werden darf.

Nach Abschluss der Berufsausbildung verwirklichte ich mit 18 meinen Traum und gründete meine eigene Firma: HARTMANN CREATIVE. Schnell musste ich feststellen, dass der Einstieg in die Kreativbranche nicht ganz so einfach war, wie ich es mir erhofft hatte. Da waren sie wieder, die Höhen und Tiefen, die mir bei Achterbahnfahrten nicht krass genug sein können, auf die ich aber im Job und gerade zu Beginn gerne verzichtet hätte.

One-Way-Ticket nach New York

Dilettantische Anfängerfehler, fragwürdige Zahlungsmoral von Kunden und unbezahlte Rechnungen führten zu der Entscheidung, alles auf eine Karte zu setzen und meine Komfortzone komplett zu verlassen, um etwas ganz anderes zu tun. Mit Sack und Pack und einem One-Way Ticket bin ich nach New York geflogen, um mich dort mit meinem Fotografie-Portfolio bei Agenturen vorzustellen. Denn Modefotografie ist meine dritte Leidenschaft, die ich über all die Jahre gepflegt und perfektioniert habe.

New York war genauso großartig, wie ich mir das vorgestellt hatte. Die Amerikaner machten es mir leicht, Kontakte zu knüpfen und Anschluss zu finden. Es waren intensive Wochen voller Inspirationen, neuen Menschen und sehr wenig Schlaf. Schneller als es geplant oder mir lieb war, zwang mich die Wehrpflicht dazu, meine Koffer zu packen und in die Heimat zurückzukehren. Geblieben sind wertvolle Erfahrungen in der Branche und hilfreiche Erkenntnisse über meine Stärken und Schwächen.

Obwohl ich vorher nie dort war, habe ich schon immer eine unerklärliche Verbundenheit mit Düsseldorf gefühlt.

Irgendwie fand mich mein Land dann doch nicht so dienlich und ich stand vor einem weiteren Neuanfang. Jung, frei und örtlich ungebunden war alles möglich. Das ist das Schöne, wenn man komplett neu beginnt. Und so entschied ich mich für eine Großstadt in einem anderen Land. Obwohl ich vorher nie dort war, habe ich schon immer eine unerklärliche Verbundenheit mit Düsseldorf gefühlt. Ähnlich wie bei einer Achterbahnfahrt begann ich mit einer Mischung aus Vorfreude, Hoffnung, Angst und Adrenalin beruflich noch einmal von vorne. Okay, ganz bei null musste ich nicht starten, denn ich hatte ja die Erfahrungen aus den zurückliegenden Jahren. Und diese stellten sich als sehr nützlich heraus. Denn Kontakte zu knüpfen, in der Branche Fuß zu fassen und als Freelancer regelmäßig gebucht zu werden, war dieses Mal um einiges leichter.

Schritt für Schritt bin ich den Weg gegangen, um meinen Traum von der eigenen Agentur zu verwirklichen. Dabei gab es Umwege, Sackgassen, Abkürzungen und unerwartete Entdeckungen. Jeder Schritt hat mich geprägt und zu dem gemacht, was ich heute bin. Meine Erfahrungen fließen in die Arbeitsweisen und Prozesse von HARTMANN CREATIVE ein. Im besten Fall durch Vorbilder, manches Mal aber auch vom genauen Gegenteil, wenn ich am eigenen Leib erfahren habe, wie ich bestimmte Dinge niemals machen werde.

Freizeitparks und Achterbahnen waren für mich schon immer mehr als nur eine Freizeitbeschäftigung. Ich verbinde damit Leidenschaft, Motivation und Freiheit. Welten zu erschaffen, damit andere dort verweilen, zusammentreffen, sich vergnügen oder sich persönlichen Herausforderungen stellen, ist eine Kunst für sich und hat mehr mit einer Designagentur zu tun, als man auf den ersten Blick denkt. Denn dazu gehört wie in meiner Agentur die Mischung aus Abenteuerlust, Kreativität, Mut und einer Vision. Alle Elemente sind auf die Besucher ausgerichtet. Jedes noch so kleine Detail dient einem Zweck und alles muss sich zu einem großen Gesamtbild fügen, damit aus einem Freizeitpark ein Vergnügungspark wird.

Genau das machen wir jeden Tag bei HARTMANN CREATIVE.
Und ich liebe es!

Überzeug Dich selbst!